Leicht, leise, stabil: Nika testet den HEP Carbon Ultralight Silent
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Einen Zielstock hatte Nika auf der Jagd bisher nie verwendet. Für „Schuss & Stille“ nahm unsere Jägerin und Psychologin deshalb den HEP Carbon Ultralight Silent mit ins Revier. Was zunächst nach zusätzlichem Zubehör aussah, überzeugte sie überraschend schnell – vor allem durch sein geringes Gewicht, die einfache Handhabung und die zusätzliche Stabilität beim Schuss.
Orange ist nicht unbedingt die klassische Farbe jagdlicher Ausrüstung. Zwischen Loden, Oliv und Braun fällt der HEP Carbon Ultralight Silent jedenfalls auf. Doch schon beim ersten Griff spielte die Farbe für Nika keine Rolle mehr. Viel erstaunlicher war das Gewicht. Der Ziel- und Bergstock bringt je nach Ausführung ab rund 550 Gramm auf die Waage. Gefertigt wird er aus hochfesten Carbonrohren mit Toray-T700-Kohlefasern. Entwickelt wurde das System in Österreich für einen Einsatz, bei dem jedes zusätzliche Gramm irgendwann spürbar wird: Pirsch, Bergjagd und lange Wege im Revier.
Für Nika war der Test eine Premiere. Sie hatte zuvor noch nie mit einem Zielstock gejagt. Entsprechend ungewohnt waren die ersten Handgriffe. Wie stellt man ihn auf? Wo kommt die Waffe hinein? Wie positioniert man sich selbst? Doch genau hier folgte die erste Überraschung. Nach wenigen Versuchen war aus dem anfänglichen Sortieren ein flüssiger Bewegungsablauf geworden. Stock öffnen, aufstellen, Büchse einlegen, Anschlag finden. Was zunächst kompliziert wirkte, ging erstaunlich schnell in Fleisch und Blut über.
Bergstock und Schießhilfe in einem

Der Vorteil des HEP-Konzepts liegt darin, dass der Ultralight Silent nicht ausschließlich als Zielstock gedacht ist. Beim Gehen dient er gleichzeitig als Berg- und Pirschstock. Eine zusätzliche Schießhilfe muss somit nicht am Rucksack befestigt oder erst hervorgeholt werden, wenn plötzlich Wild in Anblick kommt.
Gerade im alpinen Gelände ist das interessant. Wer über Stunden Höhenmeter sammelt, beginnt irgendwann jedes Gramm Ausrüstung kritisch zu betrachten. Ein Zielstock, den man beim Aufstieg ohnehin als Unterstützung verwendet, muss seinen Platz im Rucksack nicht erst rechtfertigen.
HEP bietet den Stock in verschiedenen Längen passend zur Körpergröße an. Auch bei den Details wurde auf den jagdlichen Einsatz geachtet. Carbon ist zwar leicht und steif, kann aber beim Aneinanderschlagen unangenehm laut werden. Deshalb sind die Stangen mit einer weichen, abriebfesten Spezialummantelung versehen. Sie reduziert Geräusche und sorgt gleichzeitig für eine griffige Oberfläche.
Der entscheidende Unterschied zeigt sich im Zielfernrohr
Seinen eigentlichen Zweck zeigt der HEP jedoch erst, wenn die Büchse darin liegt. Die Konstruktion stützt Vorder- und Hinterschaft und schafft damit deutlich mehr Stabilität als ein freihändiger Anschlag. Gummierte Auflageflächen verhindern unnötiges Verrutschen und schonen gleichzeitig den Schaft.
Für Nika war genau dieser Moment die wichtigste Erkenntnis des Tests. Das Absehen wurde ruhiger. Kleine Bewegungen durch Atmung, Muskelspannung oder Körperhaltung waren weiterhin vorhanden, aber deutlich besser kontrollierbar. Und plötzlich wird aus einem Stück Carbon etwas, das unmittelbar mit jagdlicher Verantwortung zu tun hat.
Denn ein stabilerer Anschlag bedeutet nicht, dass schwierige oder zu weite Schüsse plötzlich sinnvoll werden. Im Gegenteil: Ein Zielstock ersetzt weder Training noch die Fähigkeit, die eigenen Grenzen richtig einzuschätzen. Er verbessert aber die Ausgangslage für einen Schuss, der ohnehin vertretbar ist.
Mehr Ruhe bedeutet mehr Sicherheit
Als Psychologin interessierte Nika dabei besonders, was die zusätzliche Stabilität mit dem Schützen macht. Wer versucht, eine ständig wandernde Waffe unter Kontrolle zu bringen, investiert Aufmerksamkeit und Kraft in den Anschlag. Mit einer stabilen Auflage reduziert sich dieser Faktor erheblich. Man kann sich stärker auf Zielbild, Wild, Hintergrund und den richtigen Moment konzentrieren.
Genau darin liegt für sie der eigentliche Sicherheitsgewinn. Nicht im Gefühl, mit einem Zielstock plötzlich jeden Schuss abgeben zu können, sondern in der Möglichkeit, einen geplanten Schuss kontrollierter auszuführen. Der Unterschied ist entscheidend. Technische Hilfsmittel sollten einen Jäger nicht mutiger machen. Sie sollten ihn präziser machen.
Üben gehört dazu
Eines zeigte der Test ebenfalls deutlich: Auch ein intuitiver Zielstock sollte vor dem jagdlichen Einsatz geübt werden. Die ersten Versuche waren bei Nika noch bewusst. Nach einigen Wiederholungen wurden daraus automatische Handgriffe. Genau das sollte das Ziel sein. Wenn Wild auftaucht, ist nicht der Moment, um zum ersten Mal darüber nachzudenken, wie sich ein Zielstock öffnet. Ein paar Trainingseinheiten im Revier oder auf dem Schießstand sind deshalb gut investierte Zeit.
Der HEP Carbon Ultralight Silent hat Nika vor allem deshalb überrascht, weil er sich innerhalb kurzer Zeit selbstverständlich anfühlte. Rund ein halbes Kilogramm Gewicht, leise Carbonkonstruktion, Bergstock und Schießhilfe in einem – das Konzept passt besonders gut zu Pirsch und Bergjagd.
Noch wichtiger war für sie aber die Erfahrung hinter den technischen Daten: Wie viel ruhiger und kontrollierter ein jagdlicher Anschlag mit einer guten Unterstützung werden kann. Der orange Zielstock wird Nika deshalb wohl öfters mit auf die Jagd begleiten. Erhältlich ist der Zielstock direkt bei HEP Carbon.



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